Urlaub am Gardasee und in Holland

Über Pfingsten und Fronleichnam hatten wir zwei Wochen Urlaub und waren die erste Woche also vom 03.06.2017 bis 10.06.2017 im Urlaub am Gardasee in Italien. Wir hatten uns dazu entschieden dieses Jahr noch mal nur für eine Woche zu buchen. 

Wegen dem Boot hatten wir hin und her überlegt. Letztlich hatten wir uns dann aber spontan dagegen entschieden, dass Boot mit zu nehmen. Auch deswegen, weil wir die Tage davor in Köln viel Boot gefahren sind und es sich aufgrund der langen Fahrt für eine Woche nicht unbedingt lohnt. Nächsten Jahr werden wir dann aber unser Zar 43 mit nehmen und natürlich auch deutlich länger bleiben. Übernachtet haben wir wie letztes Jahr übrigens wieder beim Camping Fornella in San Felice, dieses Jahr aber in einer kleineren Unterkunft also einem Mobilheim aber unbedingt mit Klimaanlage!

Das Wetter war für Anfang Juni wie immer sehr schön, zwei Tage hatten wir morgens und Abends etwas Regen, aber über den Tag rum war es bei Temperaturen um die 30 Grad immer sehr warm. Wir waren viel im See und im Pool schwimmen, haben uns beim benachbarten Strand ein paar SUPs ausgeliehen und sind auch mal mit der Autofähre  von Maderno nach Torri del Benaco gefahren. Das war echt schön! Da ich natürlich nicht ganz auf das Bootfahren verzichten konnte, hatten wir uns am Camping Platz für 2 Tage ein Lomac 500 mit 40 PS Honda ausgeliehen.

Stand Up Paddling wollten wir schon immer mal ausprobieren, hatten bis jetzt aber leider keine Gelegenheit dazu gehabt. Auf der Messe hatte ich schon überlegt, einfach mal eines zu kaufen, aber meine Frau war bis jetzt dagegen, auch weil wir es noch nicht ausprobiert hatten. Also haben wir uns am Gardasee einfach mal für eine Stunde zwei Boards ausgeliehen, die erste halbe Stunde bin ich fast alle 2 Minuten im Wasser gelandet und irgendwann war das ständige hochziehen auch echt anstrengend, aber nach rund einer halben Stunde hatte ich den dreh eigentlich raus und wir sind bei strahlendem Sonnenschein über den See gepaddelt. Bei meiner Frau ging es übrigens etwas schneller. Inzwischen haben wir es auch noch mal bei uns am Bleibtreu See ausprobiert und können sagen, dass es uns wirklich viel Spaß macht und für mich persönlich ist es Entspannung Pur!  Wir werden uns also ein naher Zukunft wohl mal so ein Teil kaufen, ich hätte gerne zwei, aber meine Frau meint das eins erst mal reicht… ;-) Ob ich noch bis zur Messe warte oder schon früher zuschlage ist noch unklar, Ihr werdet es erfahren!

Am Mittwoch und Donnerstag hatten wir uns dann ein Lomac 500 ausgeliehen, die Kosten waren mit 250 Euro für zwei Tage OK, der Honda mit 40 PS leider etwas schwach. Zu meiner Enttäuschung musste ich feststellen, dass es kein auf 60 PS gebrachter 40 PS Außenborder war, wie in Italien üblich.  Da ich fast nur Vollgas gefahren bin, war der Verbrauch ziemlich hoch und ich würde diesen mit etwa 7 Liter die Stunde angeben. Die Wassertankstelle verlange fast 2 Euro pro Liter Super ;-), aber egal, wir waren schließlich im Urlaub. Am ersten Tag sind wir ziemlich viel um den See gefahren und haben am Nachmittag immer noch etwas geankert. Am zweiten Tag haben wir fast ausschließlich in der Bucht geankert und sind viel geschwommen. Das Wasser war wie immer sehr klar und Traumhaft, die Temperaturen waren für mich okay, meine Frau empfand es als ein bisschen zu kalt. ;-)

Ansonsten haben wir uns Mittags bei Pizza oder Pasta viel auf der Terrasse unseres Mobilheims ausgeruht, waren Spazieren in Desenzano oder haben Abends mal mit unserem Weber Go Anywhere Gas ein leckeres Stück fleisch gegrillt. Gefreut habe ich mich auch, weil ich endlich mal wieder das ilgommone Magazin habe „lesen“ können. Schade, dass es kein Magazin über Schlauchboote in Deutschland gibt…

Die zweite Woche unseres Urlaubs waren wir viel mit unserem Zar 43 unterwegs. Am Rhein und natürlich durfte auch Holland nicht fehlen. Am Rhein in Köln habe ich übrigens einen neuen Rekord mit unserem Zar 43 aufgestellt, knappe 85 Km/h laut GPS zu Tal, bei knappen 6.200 U/Min mit unserem Suzuki DF90A. Das war ganz schön schnell.

In Köln waren wir viel in Rodenkirchen am Strand unterwegs und sind dort auch ein bisschen mit unserem Jobe Scout Tube für 2 Personen gefahren, das bot sich bei dem heißen Wetter einfach an und war super erfrischend.

Da ich meiner Frau noch eine Übernachtung auf dem Boot schuldete, hatten wir gegen Mitte unserer zweiten Urlaubswoche entschieden, dass wir einfach mal zwei Tage nach Holland fahren. Gelegen kam uns dabei, dass bei Aldi gerade Schlafsäcke im Angebot waren. Da unser Zar 43 ja bekanntlich keine Kabine hat, mussten wir nämlich unter freiem Himmel schlafen und bei Temperaturen von 14 Grad in der Nacht wäre uns ohne Schlafsack vermutlich viel zu kalt geworden. Eigentlich wollte ich ja auf einem der vielen „Seen“ der Maas rund um Roermond Ankern und dann dort die Nacht verbringen, aber meiner Frau war das nicht ganz geheuer. Da mein Vater aber einen Liegeplatz in Hatenboer hat, welcher zur Zeit auch noch leer ist, konnten wir diesen für die Übernachten nutzen,  was meiner Frau auch sehr entgegen kam. Ich glaube es war etwa 23 Uhr, als wir den Liegeplatz dann bezogen hatten und uns langsam „Bett“ fertig gemacht hatten, Bett fertig deshalb, weil unser Zar 43 vorne Quasi ein kleines Bett in form der Liegefläche bietet. Da mir die Liegefläche mit seinen Polstern etwas zu hart war, hatte ich von zuhause noch eine unserer selbst aufblasbaren Luftmatratzen mitgenommen, die habe ich dann einfach als Unterlage genutzt. Sonst war die Nacht ziemlich angenehm, ich habe gut geschlafen, die Situation war für mich aber auch keine unbekannte, als Kind habe ich oft auf Booten geschlafen. Einzig und alleine die Nachtbeleuchtung vom Hafen hatte mich etwas gestört, schließlich hatten wir ja unter freiem Himmel geschlafen.

Am nächsten morgen sind wir dann nach der Hygiene direkt mit dem Boot in die Stadt gefahren und haben dort erst mal fest gemacht. Meine Frau ist dann zu fuß los zum nächsten Supermarkt und hat uns erst mal etwas zum Frühstücken besorgt. Ich hatte inzwischen die Liegefläche abgebaut und mit dem Tischbein unseren Frühstückstisch vorbereitet. Teller, Messer, Becher und solche Sachen hatten wir uns von zuhause mitgebracht und so gab es dann zum Frühstück frische Croissants mit Marmelade, unsere geliebte Chocomel und ein paar Cerealien.

Da meine Frau am Donnerstag wie hier berichtet unbedingt an der Mülheimer Gottestracht teilnehmen wollte, sind wir dann Mittwoch Abend wieder nach hause und haben am Donnerstag morgen wieder in Sürth geslippt um an der Schiffsprozession teilzunehmen .

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